Die Kinder fütterten und pflegten die Seidenraupen, bis die fertigen Kokons als Rohseide abgeliefert werden konnten. Schon Friedrich der Große versuchte die Herstellung von Seide in Preußen populär zu machen und schon damals spielten die Schulen eine wichtige Rolle. In der NS-Zeit wurde der Seidenbau durch Schüler dann für ideologische und militärische Zwecke instrumentalisiert. Dies geschah zum Beispiel an der Volksschule in Bunde. Zweck des Seidenbaus war es, Seide für die Herstellung von Fallschirmen zu gewinnen, die wiederum von der Wehrmacht genutzt werden sollten. Ob dies auch tatsächlich passierte, ist unklar.
Die Sonderausstellung „Seidenkokon in ostfriesischen Klassenzimmern“ kann bis zum 4. Oktober 2026 zu den Öffnungszeiten des Schulmuseums Folmhusen (freitags bis sonntags von 15-17 Uhr) an der Leerer Straße 7-9 in Westoverledingen besucht werden.

