Natur

Didden´s Garten

Adresse: Esklumer Str. 42    

Vor über 30 Jahren wurde die ehemalige Dorfschule von Esklum das neue Zuhause von Familie Diddens. Das große Grundstück von 4.500 m² wurde nach eigenen Ideen unter Einbeziehung der weiten „Hammrichlandschaft“ gestaltet.
Jetzt erlebt man einen gewachsenen Garten mit verschiedenen Räumen, welche immer wieder erstaunliche Ein- und Ausblicke bieten. Man findet eine heitere Pflanzenwelt, arrangiert mit Stauden und etlichen Rosensorten, Teichanlage, Gemüsegarten, in Form geschnittene Gehölze und diverse Kunstobjekte über den Garten verteilt. Verschiedene Sitzplätze laden zum Entspannen und Genießen ein.

Besichtigungen sind auf Anfrage möglich.

Kontakt: Familie Dr. Wilhelm u. Meike Diddens
Tel.: 0491-12568

 

Wallheckenlandschaft

In Ostfriesland heißen die Wallhecken kurz „Wall“. Hier gibt es das dichteste Wallheckennetz in Niedersachsen. Diese sind Zeugnis kulturgeschichtlicher Wirtschaftsformen, die seit Jahrhunderten (über 1000 Jahre) mit auf einem von Hand aufgeworfenem Erdwall angelegt wurden. Ca. 1 m hoch und 2-3 m breit, bepflanzt mit einer dichten Strauchhecke, die das Wild von den Weiden fernhalten und das Vieh eingezäunt halten sollte. Wo es möglich war standen  auch noch Buchen und Eichen, die dann für den Häuserbau verwendet wurden. Durch Wildkräuter und Sträucher entstand hier ein vielfältiger Lebensraum für Kleinsäuger und Vögel, die Schutz, Nahrung und Orientierung fanden.

Zwischen Wittmund, Aurich, Friesland, Leer und Ammerland gibt es ca. 8000 km Wallhecken, die entdeckt werden wollen. Hierzu gibt es 20 Touren mit 500 km ausgewiesenen Rad-/Wanderwegen, die in Flyern dargestellt werden. Für Westoverledingen ist dieser Flyer in der Tourist-Info erhältlich oder unter https://ostfriesland-radfahren.jimdofree.com/wallheckenroute/ abrufbar.

Das Foto zeigt die Ihrener "Sternwallhecken“ (von der Ihrhover Weideteilung 1780/81; Urbarmachungs-Edikt von Friedrich II aus dem Jahre 1765), (c) M.Wessels

 

Hinni´s Naturlehrpfad

Hinni´s Naturlehrpfad liegt am Ostfriesland Wanderweg im Ortsteil Ihren an der Straße Patersweg Nord 14. Die Jugendgruppe von Greenpeace unter Leitung des verstorbenen Horst-Dieter Rond kam 1998 auf die Idee, eine brachliegende Ackerfläche (6633 qm) in der Gemeinde Westoverledingen zu kaufen und in einen Naturlehrpfad zu verwandeln.

Nachdem die Fläche gerodet wurde, begann die Gruppe damit, die vorhandenen Baumbestände, Wurzeln, Sträucher und Äste zu einer Benjeshecke aufzubauen als Rückzugsgebiet für Vögel, Igel, Insekten und Frösche. Gleichzeitig wurde damit begonnen, altdeutsche Obstbaumsorten zu pflanzen. Ein 300 qm großer Teich wurde angelegt und ein Bachlauf gebaut, der mit der zurzeit größten Solarbachlaufpumpe betrieben wird. Diese Pumpe fördert 86 l pro Minute im Kreislauf und dient der Sauerstoffversorgung des Teiches. Man kann beobachten, wie man mit Sonnenenergie Strom erzeugt. Es wurden fünf Fotovoltaikmodule mit einer Leistung von insgesamt 260 Watt/h installiert. 

An einem Wall wurden verschiedene Holzbetonnistkästen für mancherlei Vogelarten und Fledermäuse aufgehängt. Weiterhin wurden Florfliegenkästen in der Nähe des Teiches sowie Hornissenkästen installiert. Auch das zurzeit größte Insektenhotel Ostfrieslands wurde in Eigenregie aufgebaut. Dort können solitärlebende Bienen und Wespenarten ihren Nachwuchs großziehen.

Ansprechpartner:
Umweltgruppe "Die Grünen Hopser e.V."
Kirchstr. 39
26817 Rhauderfehn
E-Mail: gruenehopser‎@‎gmx.de

Moorgebiete

In Westoverledingen kann man an der östlichen Gemeindegrenze zu Rhauderfehn bis hin zur südlichen Grenze zu Papenburg, rechts und links der Russenstraße noch kleine Torfgebiete entdecken, die jetzt als Weideland genutzt werden. Im nördlichen Bereich gibt es noch ein Stück "Wildes Morgenmoor", hier kann man noch die Vielfalt der Natur erleben. Viele Vogel- und Insektenarten sind hier zuhause.

Niedermoore entstehen aus verlandeten Seen und Flussarmen und überall dort, wo Grundwasser zutage tritt. Ihre Pflanzengesellschaften sind vorwiegend Schwimm-und Sumpfpflanzen, Röhricht und Seggen.  

Torf ist das Material, aus dem ein Moor besteht. Es ist teilweise zersetztes organisches Material, das sich fast ausschließlich aus abgestorbenen Pflanzen (bei Hochmoortorf hauptsächlich aus Torfmoosen bestehend) durch Wasserüberschuss und Luftmangel in Mooren gebildet hat.       

Foto: Uferschnepfe, (c) W. Schwantes

 

Storchennester

In den letzten Jahren wurden vermehrt auch in unserem Gemeindegebiet wieder Störche bzw. Storchpaare gesichtet, die dann auch gebrütet haben. Durch Privatpersonen wurden in den letzten Jahren weitere Nisthilfen geschaffen.

Das Naturschutzamt des Landkreises Leer hat im Jahr 2020 in Westoverledingen 14 Storchenhorste verzeichnet. Diese sind in folgenden Ortschaften zu finden:

Breinermoor (2 Nester)
Esklum (4 Nester)
Grotegaste (1 Nest)
Folmhusen (2 Nester)
Weekeborg (1 Nest)
Hilkenborg (1 Nest)
Ihren (3 Nester)

Eine Karte mit den eingezeichneten Standorten der Nester gibt es hier.

Foto: (c) W. Schwantes

Wasserbauwerke

Über Jahrtausende dem freien Spiel der Naturgewalten ausgesetzt, hat die Ems die Landschafft im Nordwesten Deutschlands mitgestaltet. Als die Menschen diesen Landstrich zu besiedeln begannen, war ihnen das Wasser und dessen von Ebbe und Flut bestimmtes Fließverhalten Segen und Fluch zugleich. Sie nutzten Kanäle, Flüsse und das Meer als Wasserweg und als „Düngerspender“ für ihre Felder und suchten sich durch Deiche gegen die Gefahr von Sturmfluten zu schützen. Wasserbauwerke unterschiedlicher Art, wie z.B. Schleusen, Schöpfwerke, Sperrwerke oder Sieltore stellten sicher, dass die Deiche gleichermaßen Schutz und Durchlass boten und auch heute noch bieten.

Sielanlagen und Deiche schützten das Land vor dem Seewasser. Kleinere Schiffe konnten hier den Deich passieren. Die Sieltore öffneten sich bei Ebbe selbsttätig durch den Druck des Wassers aus dem Binnenland und schlossen sich wieder bei Flut selbsttätig durch den Druck des auflaufenden Wassers. Die Felder, Wiesen und Weiden wurden z.T. mit „Fluttermühlen“ (Wasserschöpfmühle) entwässert. Dieses Binnenwasser wurde und wird heute noch über die zwischen den Weiden angelegten „Schloote“ bis zum Sieltor bzw. Schöpfwerk geleitet, wo es dann in die Ems verbracht wird. 

Der Flyer „Straße der Wasserbauwerke“ ist in der Tourist-Info erhältlich oder unter https://ostfriesland-radfahren.jimdofree.com/stra%C3%9Fe-der-wasserbauwerke/ abrufbar.