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Aktuelles

Kunstprojekt zum Schicksal von Emil Walter Köster

Die Klasse R10b des Schulzentrums Collhusen setzte sich über mehrere Wochen im Kunstunterricht mit dem Denkmal für Emil Walter Köster auseinander. Das Denkmal befindet sich auf dem Friedhof der ev.-ref. Friedhof Ihrhove an der Ihrener Straße und wurde letztes Jahr von der Gemeinde Westoverledingen in Kooperation mit der Kirche errichtet und eingeweiht.

Emil Walter Köster wurde während des Zweiten Weltkriegs wegen seiner Homosexualität verurteilt und im Straflager Esterwegen inhaftiert. Als ihm die Flucht gelang, wurde er in Ihrhove aufgefunden und dort am 18. April 1945 von zwei Wachmännern des Lagers Aschendorfermoor erschossen. Sein Schicksal wurde vom Regionalhistoriker Hermann Adams in einem Buch festgehalten. 

Die Klasse entschied sich dazu, die Geschichte von Emil Walter Köster mit erschreckenden Masken darzustellen. „Hierbei symbolisieren die Masken nicht nur die Grausamkeit jener, die Leid über Emil brachten, sondern auch das Verstecken der eigenen Persönlichkeit“, erläutern die Schüler. 

Kürzlich lud die Klasse unter der Leitung der Lehrerin Hanna Mütz-Endrizzi gemeinsam mit Schulleiter Reiner Bruns Hermann Adams und Kirsten Beening, Pressesprecherin der Gemeinde Westoverledingen, zu sich in die Schule ein, um das Kunstprojekt zu präsentieren. Zusätzlich haben die Schülerinnen Anna Bron und Néle Graß einen Pflasterstein mit bunten Mosaiksteinen gestaltet. Diesen Stein überreichten die Schüler Hermann Adams während des Besuchs. Am Jahrestag der Denkmaleinweihung wurde der Stein von Hermann Adams und Hanna Mütz-Endrizzi beim Denkmal verlegt.