Seit Beginn des Interessenbekundungsverfahrens im vergangenen Herbst, durch das ein möglicher Investor für den Bau einer Reitsportanlage gefunden werden sollte, hatte es viele weitere Überprüfungen, Gespräche mit dem möglichen Investor und mit den Einwohnern des Paterswegs-Süd gegeben.
Bürgermeister Theo Douwes erklärt: „Aufgrund mehrerer nachvollziehbarer Argumentationen gegen ein solch großes Projekt aus der Einwohnerschaft haben sich die Zweifel an diesem Standort verstärkt.“ Nach Abwägung aller Argumente ist für Verwaltung und Politik schließlich immer klarer geworden, dass das Projekt in der geplanten Form nicht am Patersweg-Süd realisiert werden kann.
Vereinbart wurden zudem Gespräche in den kommenden Wochen, um die grundsätzliche Weiterentwicklung des Reitsports in der Gemeinde zu konkretisieren. Die Verwaltung machte deutlich, dass man als Gemeinde perspektivisch möglichst keine unmittelbare Verantwortlichkeit für eine Reitsporthalle in kommunaler Trägerschaft sehe. Insofern hatte das Interessenbekundungsverfahren auch das Ziel, die Verantwortlichkeit für eine Reithalle in andere Hände zu legen. Damit verbunden war klar, dass die Reithalle am Ziegenkamp zeitlich begrenzt seinen jetzigen Status als kommunale Reitsporthalle haben wird. Dieses Ziel möchte die Verwaltung auch weiterhin verfolgen und weitere zukünftige Optionen ausloten.
Die Verwaltung könnte sich eine zeitnahe erste bauliche Entwicklung östlich der Großwolder Straße vorstellen. Dazu erklärte Bauamtsleiter Marco Smid: „Im Bereich der jetzigen Grünflächen am Ziegenkamp werden wir in den kommenden Monaten die planerischen Voraussetzungen für die Umsetzung des Baugebietes Ih 27 weiterverfolgen.“ Außerdem würden die Gespräche mit möglichen Investoren für eine Reitsportanlage an anderer Stelle in Westoverledingen fortgesetzt.

