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Mit Radwegausbau ein Zeichen setzen

In der vergangenen Woche hat die Gemeinde Westoverledingen zu einer Informationsveranstaltung über den Radwegausbau zwischen Ihrhove und Esklum eingeladen. Das Interesse an dem Projekt war sehr groß. Rund 80 Personen waren in den Rathaussaal gekommen, um sich die über die Pläne zu informieren.

Bauamtsleiter Marco Smid und die für das Projekt verantwortliche Mitarbeiterin Tomke van Lessen führten mit einer Präsentation durch die 90-minütige Veranstaltung. Die Gemeinde Westoverledingen möchte als Teilprojekt der interkommunalen Radvorrangroute Emden-Papenburg den Ausbau des Radwanderweges zwischen Heerenborg in Esklum und dem Leegmeedlandsweg in Ihrhove vornehmen. Die geplante Radvorrangroute ist ein Leuchtturmprojekt der „Leader-Region östlich der Ems“ (Roede), zu der die Kommunen Emden, Moormerland, Leer, Westoverledingen und Papenburg gehören. Die Strecke ist insgesamt 58 km lang, 14 km liegen im Gemeindegebiet von WOL.

Als erstes soll nun die Strecke zwischen Heerenborg und Ihrhove ausgebaut werden. Dieser Abschnitt ist ca. 4,5 km lang und weist viele Radwegschäden und teilweise eine sehr enge Breite auf. Mit dem Ausbau soll die Breite auf 2,5 bis 3 Meter erhöht, die Fahrbahn befestigt, eine neue Brücke am Esklumer Sieltief gebaut und eine Beleuchtung installiert werden. Die Beleuchtung wird dabei die Besonderheit haben, dass es sich um sogenanntes mitlaufendes Licht handelt. Die Laternen gehen also nur an, wenn eine Person sich auf dem Radweg bewegt und schalten sich nach kurzer Zeit wieder aus.

Das gesamte Projekt kam beim Großteil der anwesenden Zuhörer gut an. Es wurden aber auch einige kritische Stimmen geäußert, die sich grundsätzlich gegen den Vorrang der Radfahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern richteten. Außerdem wurde kritisiert, dass nur der Teilbereich zwischen Esklum und Ihrhove ausgebaut wird.

Bürgermeister Theo Douwes erklärte, dass die Gemeinde auf die Bewilligung von Fördermitteln über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz hofft. „Wir rechnen allein für diesen Teilabschnitt mit Investitionskosten von ca. 2 Millionen Euro. Leider können wir nur mit einem Teilabschnitt beginnen. Aber dadurch, dass wir jetzt damit beginnen, wollen wir ein Zeichen setzen“, so Douwes. Im besten Fall können bis zu 75 % der Kosten gefördert werden.

Die Präsentation zum Radwegausbau finden Sie hier.