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Gemeinde setzt sich mit Themenfeld „Transgender“ auseinander

Mit dem Thema „Trans*Gender“ haben sich die Gleichstellungsbeauftragte Laura Boltjes und die Präventionsfachkraft Ellen Schidak im Zuge einer Fortbildung auseinandergesetzt.

Anlass dieser Fortbildung war, dass das Thema Transgender in der Öffentlichkeit zunehmend sichtbarer wird. Gerade im ländlichen Raum bedarf es noch an Sensibilisierung und Aufklärung. Aufklärungsarbeit und Wissen sind wichtig, um queeren Kindern und Jugendlichen ein Aufwachsen zu ermöglichen, indem ihre geschlechtliche Zugehörigkeit oder ihre sexuelle Orientierung nicht zu einem Problem (gemacht) wird, sondern einen selbstverständlichen Aspekt ihres Alltags darstellt.

Die Fortbildung wurde von Freyja Pe* von Rüden und Caro Schulze geleitet. Freyja Pe* von Rüden ist für die Trans*Beratung Weser-Ems des Vereins Trans*Recht tätig und Caro Schulze für die Beratungsstelle des Rat & Tat-Zentrums für queeres Leben e.V.

„Es ging in dieser Fortbildung um die zentralen Begriffe und Definitionen im Zusammenhang mit Transgeschlechtlichkeit, Hilfestellung für Betroffene sowie um die Bedeutung gendersensibler Sprache“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Laura Boltjes.

Ein weiterer wichtiger Themenbereich war die rechtliche Einordnung der Transgeschlechtlichkeit, da laut Rechtsprechung die Diskriminierung aufgrund von Transgeschlechtlichkeit unter das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz fällt und somit auch zum Aufgabenbereich der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten gehört.

Außerdem wurde im Rahmen der Fortbildung besprochen, wie queere Jugendarbeit in der Gemeinde Westoverledingen etabliert werden könnte und somit zu einer Anlaufstelle für Jugendliche im ländlichen Raum werden kann.

“Wir möchten Kinder und Jugendliche direkt in ihrer Lebens- und Alltagswelt abholen und ihnen mit Offenheit, Transparenz und sehr viel Vertrauen gegenüberstehen“, so Präventionsfachkraft Ellen Schidak.

Ab sofort sind in der Bücherei im Rathaus Ihrhove eine Auswahl an queeren Büchern zur Ausleihe verfügbar, die unter anderem der Aufklärung dienen, aber auch Tipps geben, wie trans* Personen bei ihrem Weg zur eigenen Identität unterstützt werden können. „Gerade im ländlichen Raum herrscht noch eine große Unsicherheit darüber, wie trans* Personen kompetent und angemessen begegnet werden kann. Dieser Unsicherheit möchten wir zukünftig mit Aufklärungsarbeit entgegenwirken“, so Laura Boltjes.

Weitere Informationen und Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt Laura Boltjes unter Telefon 04955-933227 oder per E-Mail an laura.boltjes(at)westoverldingen.de oder Ellen Schidak unter Telefon 04955-933188 oder per E-Mail ellen.schidak(at)westoverledingen.de.