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Feuchttücher verstopfen Abwasserpumpen und Kanäle

Die Gemeinde bittet darum, dass Bürgerinnen und Bürger verstärkt darauf achten, Feuchttücher und Hygieneartikel über den Restmüll zu entsorgen und nicht in die Toilette zu werfen.

In der letzten Zeit ist es vermehrt zu Pumpenausfällen im Kanalnetz gekommen, weil Feuchttücher die Pumpen verstopft haben. Auch in den Abwasserkanälen treten immer öfter Verstopfungen durch diese Materialien auf. „Anfangs habe ich mich noch gewundert, wo das Fasermaterial herkommt, das wir beim Auseinanderbauen der Pumpen gefunden haben“, berichtet Rainer Korfe, Leiter des Klärwerkes der Gemeinde Westoverledingen. Schnell habe man herausgefunden, dass es sich überwiegend um Feuchttücher handelt, wie sie zum Beispiel für die Babypflege oder als feuchtes Toilettenpapier verwendet werden.

„Mit den Jahren ist das Material der Tücher immer reißfester geworden“, so Korfe weiter. Früher hätten sich die Tücher im Abwasser aufgelöst, heute sei das nicht der Fall. Das führe dazu, dass die Tücher große Verzopfungen bilden, welche dann die Abwasserpumpen verstopfen. Auch im Hauptpumpwerk an der B70 tritt das Problem immer häufiger auf. Mittlerweile muss einmal im Monat eine Grundreinigung mittels Saugwagen erfolgen, um riesige Zöpfe aus Feuchttuchfasern zu entfernen. „Das ist nicht nur viel Arbeit, sondern auch ganz schön teuer“, erklärt der Klärwerksleiter. Außerdem steigt das Risiko, dass die Pumpen kaputtgehen.

„Wir gehen davon aus, dass viele Menschen gar nicht wissen, welchen Schaden Feuchttücher in der Kanalisation anrichten können“, ist sich Korfe sicher. Deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe, damit die Kanalisation störungsfrei funktionieren kann. Feuchttücher und Hygieneartikel gehören nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll.