Aktuelles

Denkmal in Ihrhove wurde eingeweiht

Mit einer feierlichen Einweihungsfeier wurde das Denkmal für die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Westoverledingen am vergangenen Samstag eröffnet. Die 13 lebensgroßen Betonstelen verkörpern die 13 jüdischen Mitbürger, die während des Nationalsozialismus ermordet wurden.

Bürgermeister Theo Douwes

Gitta Connemann

Wolfgang Kellner

Landrat Matthias Groote

Gerd Christmann

 

Etwa 140 Gäste nahmen an der öffentlichen Einweihung in Ihrhove an der Blinkstaße teil. Als Eröffnungstag wurde der 9. November gewählt, um der Reichspogromnacht von 1938 zu gedenken. „Es ist ein Tag, der uns heute mahnt. Nie wieder sollen in unserer Gesellschaft und bei uns vor Ort Minderheiten ausgeschlossen und verfolgt werden“, machte Bürgermeister Theo Douwes in seiner Ansprache deutlich. Das Denkmal solle zum einen ein würdevolles Gedenken an die Opfer ermöglichen und gleichzeitig auch Mahnmal sein, so Douwes.


Das Denkmal wurde auf Anregung des Gemeinderats auf der Grundlage der Recherchen des Westoverledinger Heimatforschers Hermann Adams erstellt. Die Gemeinde beauftragte den Bildhauer Gerd Christmann mit der Planung und Erstellung. Die Einweihungsfeier wurde mit Unterstützung des Schulzentrums Collhusen veranstaltet. So stellten Schülerinnen und Schüler u.a. in kurzen Lesungen die Lebens- und Todeswege der 13 jüdischen Mitbürger dar und boten musikalische Beiträge.


Eine emotionale Rede hielt die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) in Ihrer Funktion als Vizepräsidentin der deutsch-israelischen Gesellschaft. „Wir alle sind dafür verantwortlich, dass sich die Geschichte in unserer heutigen Gesellschaft nicht wiederholt und Juden in Deutschland in Frieden leben können.“, so Connemann. Leider sei es aber aufgrund des zunehmenden Antisemitismus so, dass viele Juden nach Israel flüchten.

Auch Wolfgang Kellner als Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland und Landrat Matthias Groote hielten Grußworte an die Gäste und lobten die Erinnerungsarbeit der Gemeinde Westoverledingen.
Weitere Infos zum Denkmal können hier abgerufen werden.