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Denkmal für jüdische Mitbürger wird bald eingeweiht

Derzeit wird ein Denkmal für die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger von Westoverledingen hergestellt. Dieses soll am 9. November eingeweiht werden.

Im Juni hat der Rat der Gemeinde Westoverledingen beschlossen, dass ein Denkmal für ein würdevolles Gedenken an die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger errichtet werden soll. Das Denkmal soll außerdem allen Menschen gedenken, deren Weg in den Deportationszügen durch Ihrhove führte sowie aller Opfer von Verfolgung und Entrechtung während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 

Grundlage für das Denkmal stellen die Nachforschungen des Historikers Hermann Adams dar. Dieser veröffentlichte 2017 das Buch "Geboren in Ihrhove, umgekommen im Holocaust: Lebens- und Todeswege jüdischer Mitbürger". Nachzulesen sind darin die Geschichten von 13 jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Westoverledingen, die im Holocaust umgekommen sind. 

Das Denkmal soll mit 13 Stelen an die Schicksale der 13 jüdischen Männer und Frauen erinnern. Die 14. Stele soll allen Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gewidmet sein. Die Säulen wurden vom Maler und Bildhauer Gerhard Christmann im Steenfelder Betonwerk hergestellt. Das Westoverledinger Unternehmen spendet der Gemeinde das Material.

Standort des Denkmals wird der Sitzplatz beim Bahnübergang am Dorfkrug in Ihrhove sein. 

Der Baufortschritt lässt sich auf der Homepage des Künstlers Gerhard Christmann verfolgen: https://gerhard-christmann.de/denkmal-fuer-die-ermordeten-ihrhover-juden/