Eingewöhnung

Die Eingewöhnung  nimmt in unserer Krippe viel Raum ein und hat einen hohen Stellenwert. Unsere Kinderkrippe arbeitet angelehnt an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Dieses bringt Struktur und hilft den Eltern und Kindern mit dieser stressreichen und manchmal angstbesetzten Zeit besser umzugehen und sich zurechtzufinden.

Eine gut gestaltete Eingewöhnungszeit hilft, sich behutsam und langsam an die neue Situation zu gewöhnen und sich aktiv mit den neuen Eindrücken auseinanderzusetzen.

Die Eingewöhnung besteht aus zwei Teilen, dem Einführungsgespräch und der Eingewöhnungszeit.

Das Einführungsgespräch wird von den Erzieherinnen und den Eltern geführt. Dieses Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen, zum Informationsaustausch und bietet Gelegenheit Fragen zu stellen.

Erst danach folgt der zweite Teil:

Zu Beginn besucht das Kind gemeinsam mit Mutter oder Vater die Krippe für eine Stunde. Das Kind nimmt erste Kontakte mit der Erzieherin und den Kindern auf, lernt die Räumlichkeiten kennen, kann sich aber bei Bedarf immer wieder an seine Mutter oder Vater wenden. Hat sich das Kind schon ein wenig an uns gewöhnt, nehmen wir nach drei Tagen einen ersten, kurzen Trennungsversuch vor. (ca. 20 Minuten) . Häufig entstehen bei der Trennung Gefühle wie Trauer, Angst und Schmerz bei den Kindern und auch bei den Eltern. Wir als Fachpersonal nehmen diese Gefühle ernst, lassen sie zu und geben Hilfen.

Nach dem ersten Trennungsversuch verlängern wir die Zeit dann Stück für Stück, bis dass das Kind uns als Betreuungsperson vertraut und akzeptiert, und gerne die volle Betreuungszeit bei uns bleibt. Dieser Prozess ist auch für die Eltern sehr wichtig, um Ängste abzubauen, Vertrauen zu fassen und loslassen zu können.

Nur eine gute Eingewöhnung ist die Voraussetzung dafür, dass ein Kind die Fähigkeit erlangt, Emotionen zu  erleben, zu verstehen und langfristig positive Beziehungen aufzubauen!